Neue Verbindung nach Zittau

26. 10. 2021

Es ist inzwischen längst zu einer schönen Realität geworden, dass die Menschen über einstmals unüberwindlich scheinende Grenzen aufeinander zugehen und sich die Hand reichen. Besonders deutlich wird das in solchen Regionen wie dem Dreiländereck „Euroregion Neiße-Nisa-Nysa“. Dazu ein jüngstes, erfreuliches Beispiel. Seit August bestehen nun schon vielversprechende Kontakte zwischen dem Verein  der Deutschen in Nordböhmen, und dem Verein „Hartauer Kreative“ aus dem gleichnamigen Ortsteil der Nachbarstadt Zittau. Auch dort ist die Zusammenarbeit über die Neiße hinweg längst zum Alltag geworden. Besonders betrifft das z. B. Aktivitäten beim „Fest am Dreiländereck“ und Wettbewerben um den schönsten, selbst gestalteten Weihnachtsbaum in Hrádek nad Nisou (Grottau), wo traditionell auch die Landfrauen aus dem polnischen Bogatynia (Reichenau) vertreten sind.

Die neue Verbindung wurde maßgeblich durch Vermittlung von Michaela Janyská geknüpft, die im Zittauer Rathaus für die internationale Zusammenarbeit im Städtebund „Kleines Dreieck – Bogatynia-Hrádek nad Nisou-Zittau“, aber auch darüber hinaus verantwortlich ist. Ihre Anfrage stieß bei Petra Laurin, der Leiterin des Begegnungszentrums Liberec (Reichenberg) und des „Hauses der tschechisch-deutschen Verständigung“ in Jablonec nad Nisou (Gablonz), sofort auf offene Ohren. Und so kam es Ende August zu einem ersten Treffen in der Jeschkenstadt. Petra Laurin zeigte den Gästen beim Rundgang viele Sehenswürdigkeiten. Besonders begeistert waren diese vom prachtvollen Rathaus, welches sogar von innen besichtigt werden konnte. Schnell merkte man auf beiden Seiten, dass die Chemie stimmte. Und Sprachprobleme gab es ja ohnehin nicht zu überwinden. So war es nur logisch, dass vor wenigen Tagen ein Gegenbesuch im Vereinshaus des Zittauer Ortsteils Hartau stattfand. Eine ideale Gelegenheit für Gastgeberin Irmgard Blischke, an zahlreichen Exponaten die Tätigkeit ihrer Vereinsmitglieder vorzustellen. 

Rolf Hill

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